Archiv der Kategorie: 09 Aktionen und Performance-Vorträge

Künstlerschiff Muße vertilgt Öde (2011)

Olaf Weber
Künstlerschiff: Muße vertilgt Öde
– Ein Text für eine nicht stattgefundene Performance mit 3 Tänzern. Ein Projekt auf dem Schiff Naumon des Carlos Padrissa, im Hafen von Köln Mai 2011

Muße ist das Gegenteil von Turbo, von Erwerbsarbeit, aber auch von deren Mangel. Muße ist da, um nicht faul sein zu müssen. Faulsein ist an die Erwerbsarbeit gekettet, ist selbst Arbeit. Erzwungene Nicht-Arbeit ist auch Muselosigkeit. Arbeit zu Freizeit ist wie Unterhalt-Industrie zu Unterhaltungsindustrie. Also kein Ausblick auf Muße. Weiterlesen

Ich kann kein Bauhaus mehr sehen (Bauhaus hoch n, 2009)

Olaf Weber
Ich kann kein Bauhaus mehr sehen (Bauhaus hoch n)
Ein Performance-Vortrag mit Franciska Braun (Sopran)
Künstlerische Mitarbeit: Anke Stiller
Auf dem 24. Forum Typographie „Bauhaus hoch n“ am 17. 09. 2009 in Weimar


bauhaus hoch n 2009 from Olaf Weber on Vimeo.

Drei Akteure auf der Bühne. Sie repräsentieren die akuten Elemente der Kunst – von Text, Gesang und Spiel wird das Vokabular dieser Performance entwickelt. Weiterlesen

Ich kann kein Bauhaus mehr sehen (Ansichtskarte, 2009)

„Ich kann kein Bauhaus mehr sehen“ (Ansichtskarte)


Weiterlesen

Ästhetik ist Muße (2003)

Olaf Weber
Ästhetik ist Muße.
Ein Performance-Vortrag mit
Myriam Eichberger (Blockflöte)
Musik (Ausschnitte bearbeitet) aus: „Black intention“ von Maki Ishii (geb. 1936)
Vorgetragen auf dem Kolloquium „Ästhetik – Aufgaben einer Wissenschaftsdisziplin“ der Philosophischen Fakultät an der Humboldt-Universität zu Berlin am 28.02.03.

Wir betreten die Bühne. Ich habe einen Blindenstock in der Hand, an dem ein merkwürdiges optisches Gerät befestigt ist. ME sitzt auf einem Drehstuhl, vor und hinter ihr stehen zwei Notenständer. Ich setze eine Sonnenbrille auf.
Lange Pause. Weiterlesen

Das Feste und das Lockere (2002)

Olaf Weber
Das Feste und das Lockere. Zur Ideengeschichte des Festes.
Ein Performance-Vortrag mit Angela Hausheer und Katja Weber.
Im Gaswerk Weimar, 2002?
Wiederholung vor dem Römischen Haus am 25. Juni 2005

Eine große Treppe endet einen Meter fünfzig unter der Raumdecke. Auf einer Plattform steht ein großes rotes Sofa. Davor ein kleiner Tisch. Man kann dort oben nur in gebeugter Haltung stehen. Wir sitzen. Angela Hausheer spielt mit verschiedenem Kram, den sie auf ein Tablett setzt. Durch eine Kamera werden Videoaufnahmen des Geschehens auf dem Tablett, als Mini-Performance an die Wand geworfen. Weiterlesen

Olfaktorische Denkmalpflege (2001)

Olaf Weber
Was ist olfaktorische Denkmalpflege.

Ein Performance-Vortrag

Ich trete ans Rednerpult, hebe die Arme und bewege sie dreimal – quasi Luft einsaugend – zu meiner Nase. Dasselbe wiederhole ich an den beiden Seiten der Bühne. Ein Jagdhund („Weimaraner“) wird auf einer tuchbedeckten Tafel hereingetragen und neben dem Rednerpult abgestellt. Eine antike Säule ergänzt das Arrangement. Nach einer Weile kommt eine Assistentin und versprüht sehr sparsam Raumspray und andere Gerüche. Sie bewegt sich in unauffälligem Gleichmaß. Weiterlesen

30 Jahre Kasseturm (1992)

30 Jahre Kasseturm (18.12.1992)

Zwischen einer Kunstfigur und der Realität, dem menschlichen Leben insbesondere, – hier verkörpert durch eine Junge Frau während ihrer abendlichen Vorbereitung, vielleicht ins Bett, vielleicht in den Kasseturm zu gehen – ist das nicht ein zu hoher thematischer Anspruch für den Festvortrag zum 30. Geburtstag des Kasseturmes? Natürlich nicht. Weiterlesen

Makkaroni oder Makarenko (1987)

Makkaroni oder Makarenko?

Eine groteske Erziehungsmaßnahme leistete sich die von den Köchinnen getriebene Leitung der Mensa im Jahre 1987, auf die ich mit einer kleinen Aktion reagierte. Während der Mittagspause rief ich die Mensabesucher zu einer Spendenaktion zugunsten der Möblierung des Foyers der „Mensa am Park“ auf. Auf einem Podest hatte ich einen vollkommen bemalten Holzstuhl postiert, er war außerdem mit einer Banderole in Form einer Kranzschleife mit der Inschrift „Gestiftet von Dr. O. Weber“ drapiert. Ich rief die Vorbeieilenden dazu auf, meinen Vorbild zu folgen und Stühle für das Foyer mitzubringen, die zu hause übrig waren. Das eigentlich harmlose Anliegen wurde nur durch die Aktion selbst – an der Obrigkeit vorbei – zu einem politischen Akt. Weiterlesen