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42. Kongress

Der putsch kommt. 2010

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Programm 42. Kongress 2011
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Fotos von Patrizia Stromberger
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Der 42. Kongress 2011 – Die Performances

Eröffnungsperformance 42. Kongress – 2010.

42. Kongress – 2010 – Performances.

42. Kongress – 2009 – Eröffnungsperformance.

2009 – 42. Kongress – Performances.

offizielle Website
Performance-Vortrag 2010
Performance-Vortrag 2009


Der 42. Kongress

Ein Podium des Absurden

Seit 2009 gibt es alljährlich den „42. Kongress“. Anfang Februar trifft sich in Weimar, wer der absurden Welt etwas besser Absurdes entgegen halten will. Das Absurde und seine Steigerung ist der Nonsens, tritt als Bild, Sprache, als alles, als Drei-D und Geräusch, als Text oder Vibrato und natürlich als Aktion und Performance auf. Das Fest ist ein Podium und offener Raum für unkonventionelles, alogisches, also richtiges und hintersinniges Denken. Vom verquertem spontanen Gag bis zur strategischen Kunst ist alles Seiltanz.

Was ist absurd?

Alles, aber Wörter wachsen.

Was ist Nonsens?

Nonsens ist kein Nicht-Sinn, Nonsens ist nicht sinnlos. Die absurde Aussage ist die real mögliche Antwort auf Wirklichkeit, Nonsens widerspricht als vollzug dieses Absurden der herrschenden Logik, also dem „gesunden“ Verstand des Systems. Absurdes kann durch „Gehen bis an den Rand, durch letzte Konsequenzen“ (Albert Camus) zum erhellenden Denken anregen oder zwingen oder überhaupt eine Sache vom Kopf auf die Füße stellen. Das Absurde ist damit identisch mit dem Rigerosum der zeitgenössischen Kunst und allem anderen.

Wie kreierst du Absurdes?

Entweder drauflos machen oder weiter lesen.

Dem gesponserten mainstream die eigene, non-konforme Aktion entgegensetzen. Das Absurde ist sowohl eine regelhaft betriebene Sinnverweigerung, als auch eine alogische Sinnstiftung. Die anarchistische Welt des Nonsens enthält auch Ordentliches, zum Beispiel Stilbrüche und verkehrt verwendete Muster, sie generiert Wirklichkeiten, die außerhalb der gewohnten Zeichenwelt existieren. Übliche, also un-übliche Mittel des Nonsens sind aberwitzige Collagen, paradoxe Verwerfungen, Aporien, leere Metaphern, überraschende Notationen, misslungene Makros, Käfer usw., also das ganze disparate Chaos ästhetischer Ordnungen, nicht zu vergessen das Komische des Absurden.

Immer weiter.

Bisher gab es zwei 42. Kongresse. 2009 hieß er „Absinth – die Gurken“ und 2010 hatte er eine aktionistische Beifügung: „Absinth – die Gurken – Der Putsch“. 2011 – mal sehen. Bisher ist der 42. als Bühne und Raum für jedermann offen, doch sind rechtzeitige Zurufe nötig, um das Einzelne hin zum großen, strukturalen Nonsens zu kneten. Der 42. ist ein unsichtbares und gerucharmes Monstrum, das natürlich ohne Profit und ganz ohne die singenden, klingenden hedgefonds funktioniert. Und wenn es ihn nicht gäbe, er wäre als großer Kasten da.

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